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Bildquelle: Agile Robots

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Die Interaktion zwischen Mensch und humanoiden Robotern intuitiv gestalten

Human Robot Interaction (HRI) · UX/UI Design · Experience Strategy

Kunde

Agile Robots

Projekt

Humanoid Interaction

Jahr

2024

Auf einen Blick

Agile Robots, ein von SoftBank und Foxconn unterstütztes Unternehmen, hat mit zigzag zusammen gearbeitet, um die Interaktionsstandards der nächsten Generation für ihre Humanoiden zu definieren.

Unsere Herausforderung bestand darin, einerseits Wege zu finden, um die menschliche Akzeptanz bei potenziellen Nutzenden zu fördern und andererseits realistische Anwendungsfälle für humanoide Roboter zu identifizieren. Dabei galt es, in einer entscheidenden Wachstumsphase des Unternehmens komplexe mechanische Logik in ein intuitives, vertrauensbasiertes Erlebnis zu transformieren. In einem neunwöchigen Projekt entwickelten wir durch intensive Recherche und Workshops grundlegende UX/UI-Prinzipien sowie zwei Konzepte, die jeweils eine unterschiedliche strategische Richtung untersuchten. Diese Zusammenarbeit legte den Grundstein für Agile ONE, den ersten marktreifen Humanoiden von Agile Robots, der Ende 2025 vorgestellt wurde. Damit setzten wir neue Maßstäbe für menschenzentrierte, physische KI.

Unsere Zusammenarbeit

Bei der engen Zusammenarbeit mit Agile Robots war das Hauptziel, die Mensch-Roboter-Interaktion ganzheitlich in unterschiedlichen Kontexten zu denken – statt sich auf einzelne Designs und Features zu konzentrieren.

Am Anfang stand die Grundlagenforschung: Wir untersuchten die gesamte Bandbreite humanoider Interaktion, um darauf basierend kontextbezogene Archetypen und modulare Charaktereigenschaften zu definieren. Da wir für eine Maschine gestalteten, mit der wir uns den Raum teilen, verwandelten wir unser Studio in ein Reallabor. Durch partizipative Workshops, Rollenspiele und Simulationen im 1:1-Maßstab konnten wir die räumliche Wirkung und Verhaltenssignale des Roboters hautnah erleben und testen. Dank dieser praxisnahen Methode basieren unsere Konzepte stark auf der natürlichen, menschgerechten Realität.
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Immersive Workshops im Studio

Wir verwandelten unser Studio in ein Reallabor: Durch lebensgroße Projektionen simulierten wir reale Interaktionsszenarien, um menschliche Verhaltensmuster direkt am Humanoiden zu erforschen
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Strategische Archetypen definieren

Durch die Verknüpfung von Kernrollen mit spezifischen Einsatzszenarien schufen wir kontextbezogene Richtlinien. Diese definierten sowohl die optimale physische Größe als auch die sozialen Interaktions- und Verhaltensweisen des Roboters.
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Multimodales Feedback visualisieren

Wir haben detaillierte Konzepte für Hard- und Software-Interfaces entworfen und untersucht, wie LED-Bänder und ein Gesichtsdisplay den Systemstatus des Roboters intuitiv kommunizieren.
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Das Spektrum der Wahrnehmung

Statt der klassischen, eindimensionalen Betrachtung des Uncanny Valley haben wir ein Framework entwickelt, das physische Merkmale und Verhaltensweisen abstimmt, um menschlische Akzeptanz zu schaffen.
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Physische Prototypen testen

Um die Lücke zwischen Digitalem und Physischem zu schließen, haben wir funktionale Hardware-Prototypen entwickelt. Mit ihnen evaluierten wir die Sensorlogik, Echtzeit-Feedbackschleifen und die räumliche Präsenz des Roboters.

Highlights

Um die Brücke zwischen hochentwickelter Robotik und menschlicher Intuition zu schlagen, war eine mehrdimensionale Strategie erforderlich: eine Kombination aus Verhaltensforschung, Interaktionsdesign, modularen Systemen und räumlicher Gestaltung.

In einer für Agile Robots entscheidenden Wachstumsphase legten wir den Fokus auf die Definition fundamentaler Interaktionsstandards. Wir adressierten die Herausforderungen des Uncanny Valley, definierten klare Einsatzrollen und nutzten Living-Lab-Methoden, um physisches Feedback in Echtzeit zu testen. Diese Frameworks bildeten die strategische Grundlage für das gesamte Interaktionsdesign von Agile ONE.

Zwischen Akzeptanz und dem Uncanny Valley: Definition eines mehrdimensionalen Frameworks und grundlegender Designprinzipien

Wir haben ein umfassendes Framework für menschliche Akzeptanz entwickelt, das physische, kontextuelle und verhaltensbezogene Faktoren vereint – und über die herkömmliche, rein ästhetische Definition des Uncanny Valley hinausgeht. 
Die daraus abgeleiteten sechs Designprinzipien fungieren als strategische Roadmap für die künftige HRI-Entwicklung. Sie stellen sicher, dass komplexe KI-gesteuerte Roboter als vertrauenswürdige Partner wahrgenommen werden, was die breite gesellschaftliche Akzeptanz auf Nutzenrseite fördert.

Definition strategischer Archetypen: Rollenmodelle für Industrie und Service auf Basis modularer Interaktion

Wir haben zwei grundlegende Modelle identifiziert, um unsere Konzepte mit Marktanforderungen zu validieren: den Industrial Assistant und den Service Staff Roboter. Ein anpassbarer modularer Kern ermöglicht es, die technologische Basis von Agile ONE für spezifische Branchenanforderungen zu individualisieren. Während wir im industriellen Kontext auf lichtbasiertes und haptisches Feedback für maximale Effizienz setzen, fokussieren wir in Service-Szenarien auf natürliche Sprache, Mimik und Flottenorchestierung, um eine natürliche soziale Bindung aufzubauen.

Verständlich für Menschen und trotzdem im Kern Roboter: Den gesamten Lebenszyklus aus Onboarding, Performance und fortlaufendem Lernen gestalten

Humanoide müssen für Menschen intuitiv bedienbar sein, erfordern jedoch als Hochleistungsmaschinen eine eigene Interaktionssprache. Wir entwickelten ein System zwischen menschlicher Empathie und robotischer Präzision. Hierfür integrierten wir Hardware wie den Lichtstreifen am Kopf und Sub-Skin-Displays auf der Brust sowie Softwarelösungen für Skills wie das Onboarding und den Shadowing-Modus für kontinuierlichen Selbstlernen. So wachsen Humanoide gemeinsam mit ihren menschlichen Kollegen und entwickeln sich zu berechenbaren Partnern.

Kollaborative Methoden für Humanoid HRI neu gedacht: Vom immersiven Rollenspiel bis zur lebensgroßen Simulation

Das Design eines Humanoiden erfordert ein grundlegendes Umdenken – weg von bildschirmbasierter Logik, hin zur Gestaltung einer menschengroßen Entität. In Kreativworkshops definierten wir mittels Rollenspielen und Storytelling den Charakter des Roboters und validierten diese Narrative dann durch projizierte Simulationen im Maßstab 1:1. Zudem bauten wir physische Prototypen für Hardware-Komponenten wie die Lichtstreifen und Augenmodule. Dieser Prozess garantierte die erfolgreiche Übersetzung komplexer mechanische Logik in ein konsequent menschenzentriertes Erlebnis.

Aus Kundensicht

Strategische UX trifft auf High-End-Engineering: Ein neuer Maßstab für die Mensch-Roboter-Interaktion.

Hinter dem Projekterfolg steht ein voll integrierter Workflow. Erfahre mehr über unseren kollaborativen Prozess und wie das Agile Robots-Team über den strategischen Impact seiner wachsende Humanoiden-Flotte sagt.

Dieses Projekt half uns dabei, Interaktionsspielräume und Limitierungen bei Humanoiden schnell zu identifizieren. zigzag überzeugte durch Professionalität und eine enge Kooperation, die zu erstklassigen Ergebnissen geführt hat.

Vincent Weckert

Head of Design, Agile Robots

Die Zusammenarbeit mit zigzag bildete die Grundlage für das Nutzererlebnis von Agile ONE. Die frühen UX-Konzepte, Methoden und Research-Ergebnisse haben klar aufgezeigt, welche Wege wir einschlagen können und wie wir zwischen verschiedenen Anwendungsfällen für Humanoide differenzieren sollten.

Sebastian Aumer

UX Design Lead, Agile Robots

Und schließlich: Agile ONE

Wir feiern das Debüt von Agile ONE – ein beeindruckender Meilenstein, der erst durch die Dynamik und die klare Vision des Agile Robots-Teams möglich wurde.

Rund ein Jahr nach unserer grundlegenden Zusammenarbeit, hat Agile Robots den Agile ONE offiziell vorgestellt. Wir freuen uns sehr über diesen Meilenstein und haben größten Respekt vor der außergewöhnlichen Tatkraft des Teams, einen so komplexen Humanoiden in so kurzer Zeit marktreif zu machen. Während zigzag dabei half, die UX-Kernprinzipien und initialen Interaktionsstandards zu etablieren, lag die gewaltige Aufgabe der Produktentwicklung und technischen Umsetzung vollständig in der Expertise des Teams von Agile Robot. Es ist bereichernd zu sehen, dass unsere frühe strategische Arbeit als Basis diente und sich viele unserer Konzepte in dieser ersten Generation wiederfinden.
Videoquelle: Agile Robots

Fazit

Die Entwicklung von Physical AI steht erst am Anfang – für uns ist dieses wegweisende Projekt der Auftakt, um die Zukunft der Mensch-Roboter-Interaktion aktiv zu erforschen und weiter mitzugestalten.

Wir sind stolz darauf, Teil dieses bedeutenden Projekts im sich rasant entwickelnden Feld der humanoiden Robotik zu sein. Ein Meilenstein dieser Größenordnung ist nur durch das Engagement und die gemeinsame Vision aller Beteiligten möglich. Unser Dank gilt dem gesamten Team für die harte Arbeit und die hervorragende Zusammenarbeit. Bereit, die nächste Generation der Interaktion gemeinsam mit uns zu gestalten?

Erfahre mehr über unsere Perspektive auf humanoide Robotik und das Zusammenspiel von Design und Technologie.

Human Robot Interaction: Learnings From Working on Early Stage Humanoids

Key strategic takeaways and UX insights from defining interaction standards for next-generation humanoids.
Saurabh Datta

Why We Need to Send Humanoids to School

Exploring why continuous learning and adaptive skill acquisition are crucial for integrating humanoids into the real world.
Andreas Schleicher

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